Ein Raum sieht am Morgen anders aus als am Abend. Licht wandert über den Boden, hebt Oberflächen hervor und lässt andere zurücktreten. In unserer fiktiven Raumstudie beginnt die Planung deshalb mit einer einfachen Beobachtung: Wo hält man sich zu welcher Tageszeit gerne auf?
Erst beobachten, dann einrichten
Stell einen Stuhl an verschiedene Stellen und nimm dir einen Moment Zeit. Wo lässt es sich lesen? Wo blendet die Sonne? Welche Ecke wirkt auch an einem bewölkten Tag angenehm? Solche Beobachtungen helfen bei der Position von Sofa, Schreibtisch und Esstisch.
Mehrere Lichtquellen statt einer Mitte
Eine Deckenleuchte allein kann einen Raum gleichmäßig hell machen. Für unterschiedliche Tätigkeiten sind zusätzliche Lichtquellen hilfreich: eine Leselampe am Sessel, Licht über der Arbeitsfläche und eine kleine Leuchte auf dem Sideboard. So lässt sich die Stimmung verändern, ohne den Raum umzubauen.
Materialien im Tagesverlauf ansehen
Ein warmer Weißton auf einer kleinen Musterkarte kann an einer großen Wand anders wirken. Wir würden Farbmuster deshalb an mehreren Stellen betrachten und bis zum Abend hängen lassen. Planung beginnt oft mit diesen kleinen, konkreten Versuchen.

